Analytische Psychologie

C.G. JUNG gehört neben Sigmund FREUD und Alfred ADLER zu den drei großen Gründungsvätern der klassischen Tiefenpsychologie.

Neben FREUDS Psychoanalyse und ADLERS Individualpsychologie konnte der renommierte Schweizer Psychologe seine Lehre international gut etablieren und übte großen Einfluss auf die Geistesgeschichte des 20.Jahrhunderts aus.

Die Analytische Psychologie, wie Jung seinen Ansatz nannte, ist in Österreich anerkannt und stellt eine wirksame Methode einer therapeutischen Begleitung dar.

Jung`sche Analytiker gehen grundsätzlich von einem Individuationsprozess des Menschen aus, dessen Streben nach Persönlichkeitsentwicklung und Ganzheit im zentralen Lebenszyklus des Menschen stehen.

Ein Wunsch nach Selbstwerdung und Reifung ist tief im menschlichen Wesen verankert, sodass es bei einer Blockade oder Unterbindung zu seelischen Konflikten oder einem Leidensdruck kommen kann.

Auftretende Symptome, die ein geregeltes Leben stören und behindern, zeigen oft eine Selbstentfremdung an, doch können sie auch insgeheim Brennpunkte und Veränderungen zum Positiven darstellen. Spiegelbilder eines seelischen Ausdrucks entstehen und stellen die betreffende Person immer wieder vor neuen Fragen, die einer Beantwortung bedürfen. ("Wer oder was bin ich")

Oft werden diese Fragen oder Konflikte in einer symbolischen Sprache ausgedrückt und äußern sich unter anderem in Träumen, Bildern, Phantasien, Liedern oder..

Im geschätzten Rahmen einer Therapie können diese unbewussten Prozesse erlebbar gemacht und Lösungsansätze erarbeitet werden. Ein tief verborgener Sinn, der oft nicht selbst erkannt wird, bedeutet meist den Schlüssel zur Linderung des Leidensdrucks.

Eine kreative Arbeit mit Träumen und Phantasien stellt Zugänge zum persönlichen und kollektiven Unbewussten her. Hierbei treten auch immer wieder Bilder auf, die Jung als Archetypen bezeichnet und sich z.B. in Märchen, Mythen, in der Kunst oder Ritualen wieder beleben.

In der Therapie haben somit auch andere Ausdrucksmöglichkeiten unbewusster Prozesse einen hohen und sehr wertvollen Stellenwert. Solche kreative Möglichkeiten können z.B. Malen, Zeichnen, Geschichten schreiben etc. sein. Dabei versteht sich der/die AnalytikerIn als BegleiterIn in einem dialogisch/dialektischen Austausch.


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